Unternehmensmeldung

Digitalisierung der Lieferkette in der holzverarbeitenden Industrie.

Henkel Connect wird derzeit in einem Pilotprojekt für 3D Thermoforming getestet. Foto: Henkel

Die Diskussionen auf der diesjährigen Ligna wurden maßgeblich durch ein Thema geprägt: die Digitalisierung. Auch Henkel ist von ihrer Schlüsselrolle für die Zukunft der holzverarbeitenden Industrie überzeugt. Nur durch die Digitalisierung lassen sich die großen Herausforderungen meistern, vor denen die Branche steht – vom zunehmenden Kundenwunsch nach Individualisierung bis hin zur kontinuierlichen Sicherstellung von Qualität und Effizienz bei gleichzeitig verkürzten Lieferzeiten. Um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen, müssen alle Interessenvertreter entlang der Lieferkette enger zusammengeführt werden. Als einer der führenden Klebstofflieferanten möchte Henkel seine Kunden auf ihrem Weg zur Digitalisierung unterstützen und bringt dabei sein umfassendes Know-how in Bezug auf Produktionsprozesse und Anwendungen ein.

„Gerade was ihre internen Abläufe angeht, haben unsere Kunden in der Holz- und Möbelindustrie in den vergangenen Jahren einen weitreichenden Optimierungsprozess durchlaufen,“ erklärt Oliver Klewe, Business Development Manager für Möbel und Holzbaukomponenten bei Henkel. „Um die nun vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern und den eingeschlagenen Optimierungspfad fortzusetzen, müssen wir im nächsten Schritt die gesamte Lieferkette enger miteinander verknüpfen. Das Gespräch mit unseren Kunden auf der Ligna hat noch einmal gezeigt: Die Digitalisierung wird dabei eine zentrale Rolle spielen.“

Die vierfache Herausforderung: Individualisierung, zuverlässig hohe Qualität, Wirtschaftlichkeit und verkürzte Lieferzeiten Die Individualisierung bei Möbeln ist einer der Haupttrends, der die Notwendigkeit einer effizienten Produktion kleiner Losgrößen antreibt – bis zur Losgröße eins. Verbraucher möchten heute aus einer nahezu unendlichen Kombination von Oberflächen, Strukturen und Materialien, Tür- und Schubladentypen wählen können, um beispielsweise eine Küche ganz nach ihrem persönlichen Geschmack zu gestalten. „Gleichzeitig gibt es aber keinen Raum für Kompromisse bei der Qualität – und der Druck, die Preise wettbewerbsfähig zu halten, nimmt ebenfalls zu,“ führt Klewe aus. „Ein weiterer Verbrauchertrend verschärft die Herausforderung zusätzlich: ‚Same Day Delivery‘ beim Online-Einkauf haben die Erfahrungen der Kunden geprägt – und damit ihre Erwartungshaltung. Für viele ist es schlicht ein Unding geworden, mehrere Wochen – oder sogar Monate – auf einen neuen Küchenschrank warten zu müssen.“ Die Kombination dieser Faktoren stellt die Branche vor echte Herausforderungen. Unterschiedliche Designs, Formen, Beschichtungen und Oberflächenmaterialien erfordern unterschiedliche Anwendungen, Materialien und Verbindungstechnologien. „Das führt zu einer Komplexität im Produktionsprozess, die der in der Automobilindustrie nicht unähnlich ist und Auswirkungen auf die Lagerhaltung und die Verarbeitungsprozesse hat, um nur zwei dieser Herausforderungen zu nennen,“ so der Experte von Henkel.

Vielfältige Möglichkeiten der Datenintegration mit Henkel
Die Digitalisierung von Bestell- und Produktionsprozessen ist zu einer Voraussetzung geworden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies macht die Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg notwendig. Sie ermöglicht die Schaffung eines integriertes Informationsökosystems, das praktisch vom Verbraucher bis zum Rohstoffanbieter reicht. „Wir möchten unseren Kunden helfen, das volle Potenzial der Digitalisierung für Kontrolle und Transparenz im Produktionsprozess auszuschöpfen,“ erklärt Klewe. Die Zusammenarbeit mit Kunden und Industriepartnern war schon immer ein zentraler Geschäftsansatz von Henkel. Klewe ergänzt: „Der nächste Schritt für uns ist die Erweiterung unseres Portfolios durch digitale Prozesse mit unserem Smart-Service-Projekt Henkel Connect.“

Mit seiner Lösung Henkel Connect führt das Unternehmen derzeit ein Pilotprojekt im Bereich 3D-Thermoforming durch. Hier überwacht ein Sensor-Kit während des Applikationsprozesses eine Vielzahl an verschiedenen Parametern wie Druck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die generierten Daten werden in Echtzeit visualisiert, analysiert und den Kunden in einer sicheren Cloud zur Verfügung gestellt. Das ermöglicht ihnen eine hochpräzise Prozesssteuerung, die eine Qualitätsdokumentation umfasst und eine konstant hohe Ausgabequalität in der Produktion sicherstellt. Das reduziert Ausschuss und steigert so die Produktionseffizienz. Das Speichern von Informationen während des Auftragsprozesses ist zudem besonders hilfreich, wenn die Anzahl der angewendeten Materialien entsprechend den Individualisierungswünschen der Kunden steigt: Die optimalen Parameter für die verschiedenen Materialkombinationen können zu jedem Zeitpunkt wieder abgerufen werden. Diese Informationen können auch zur Optimierung von Prozessen für andere Produktionsstätten oder Maschinenlinien herangezogen werden.

„Die gespeicherten Informationen lassen sich auch an den technischen Kundendienst von Henkel weiterleiten. Sollten Probleme auftreten, kann Henkel dadurch schnell einen Remote-Support bereitstellen, um diese möglichst zeitnah zu beheben. Die Anwendungsdaten können auch für die Kunden zusammengefügt und analysiert werden und bieten ihnen so bisher ungekannte und fundierte Einblicke auf Optimierungspotentiale. Dies zeigt, wie die Digitalisierung unseren Kunden einen echten Mehrwert bietet. Uns bietet das gleichzeitig die Möglichkeiten, unser Lösungsportfolio und damit unser Geschäftsfeld zu erweitern,“ fasst Klewe zusammen. „Damit das gelingt, sind vertrauensvolle Partnerschaften eine absolute Grundvoraussetzung. Wir freuen uns darauf, unseren Kunden durch die Digitalisierung einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.“

Über Henkel
Henkel verfügt weltweit über ein ausgewogenes und diversifiziertes Portfolio. Mit starken Marken, Innovationen und Technologien hält das Unternehmen mit seinen drei Unternehmensbereichen führende Marktpositionen – sowohl im Industrie- als auch im Konsumentengeschäft: So ist Henkel Adhesive Technologies globaler Marktführer im Klebstoffbereich. Auch mit den Unternehmensbereichen Laundry & Home Care und Beauty Care ist das Unternehmen in vielen Märkten und Kategorien führend. Henkel wurde 1876 gegründet und blickt auf eine über 140-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte Henkel einen Umsatz von rund 20 Mrd. Euro und ein bereinigtes betriebliches Ergebnis von rund 3,5 Mrd. Euro. Henkel beschäftigt weltweit mehr als 53.000 Mitarbeiter, die ein vielfältiges Team bilden – verbunden durch eine starke Unternehmenskultur, einen gemeinsamen Unternehmenszweck und gemeinsame Werte. Die führende Rolle von Henkel im Bereich Nachhaltigkeit wird durch viele internationale Indizes und Rankings bestätigt. Die Vorzugsaktien von Henkel sind im DAX notiert.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.henkel.de

Hinweis: Die Meldung wurde von dem genannten Unternehmen verfasst. Das holzmagazin übernimmt für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte keine Haftung.
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