Erste Ergebnisse einer Studie, die mit mikrobiologischen Untersuchungsmethoden arbeitet, können die antimikrobielle Wirkung von Lärchenholz nachweisen.
Lärchenholz ist besonders reich an Extraktstoffen. Foto: pixabay.com
Untersucht wurden in der gemeinsamen Studie der Studiengänge „Biomedizinische Analytik“ der FH Campus Wien sowie „Holztechnologie und Holzbau“ der FH Salzburg, inwieweit und warum die Keimzahl zweier bestimmter Krankenhauskeime, die Menschen mit schwachem Immunstatus potenziell gefährden, in Kombination mit Lärchenholz reduziert werden kann. Untersucht wurden sowohl Holzwürfel als auch -späne von Kern- und Splintholz, die aktuellen Ergebnisse wurden im renommierten „European Journal of Wood and Wood Products“ publiziert.
 
Im Rahmen derr Studie wurde anhand der mikrobiologischen Abklatschmethode eine Keimzahlreduktion auf Holzwürfeln mittels Erregernachweis festgestellt. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen zeigen, dass Splintholz eine raschere Keimzahlreduktion aufweist als Kernholz und sich die Bakterienzahl auf den Holzwürfeln rascher als auf den Holzspänen verminderte. Die antimikrobielle Wirkung kann mit den Holzinhaltsstoffen des besonders extraktstoffreichen Lärchenholzes in Verbindung gebracht werden, offen bleibt, auf welche Holzeigenschaften genau die in der Studie nachgewiesene Reduktion zurückzuführen ist.
 
Die Forschungsgrupp soll daher in Zukunft weitere Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Lärchenholz beantworten, das in Österreich vielfach verwendet wird. Gerade in hygienisch sensiblen Einsatzgebieten, etwa in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, wo besonderer Wert auf Sauberkeit, Keimfreiheit, keimhemmende Wirkung und Keimabtötung gelegt werden muss, habe Holz das Potenzial, als nachwachsender Werkstoff für den Innenausbau und Möbelbau im Vergleich zu Kunststoffen Marktanteile zu erobern.
 
Ein verstärkter Einsatz wäre etwa auf Pflegestationen, in der Geburtshilfe aber auch auf palliativmedizinischen Abteilungen denkbar. Alexander Petutschnigg, Studiengangsleiter Holztechnologie und Holzbau und Projektleiter der FH Salzburg: „Diese Forschungsarbeit behandelt ein wesentliches Themenfeld in einem multidisziplinären Wissensbereich. Das bessere Verständnis und die Kenntnis der vielfältigen Eigenschaften des natürlichen Werkstoffes Holz führt zu neuen Anwendungsfeldern die bisher kaum überlegt wurden.“
 
 

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